Allgemeine Tipps

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 Gesundheit (2)

Wer kennt das nicht?

Es ist immer wieder Thema in der Eltern-Kind-Gruppe, auf dem Spielplatz ….. überall da, wo sich Mama’s mit ihren Kindern treffen.

 

Mein Kind ist „dauerkrank“!

Manche Kinder laufen von Oktober bis März mit einer Schniefnase herum. Husten, Schnupfen, Halsweh – ein Infekt löst den anderen ab.

Da fragen sich viele Eltern natürlich:   Ist das normal?

Ganz klare Antwort:    Ja !

Denn gerade wenn Kinder in den Kindergarten oder in die Kinderkrippe kommen, also im Alter von etwa 1 – 4 Jahren, muss das Immunsystem plötzlich Schwerstarbeit leisten. Und das ist auch sehr wichtig. Denn erst wenn das Immunsystem praktisch jeden Erreger kennengelernt und in seinem Gedächtnis als „Feind“ abgespeichert hat, ist es beim nächsten Mal in der Lage, den Eindringling zu bekämpfen.

 

Bis zu 12 Infekte im Jahr sind normal !

Im Durchschnitt macht ein Kindergartenkind 8 bis 9 Infekte pro Jahr durch, meistens in der kalten Jahreszeit. Und selbst 12 Infekte gelten noch als völlig normal. Kein Wunder, nachdem es um die 200 verschiedene Grippe- und Erkältungsviren gibt. Es dauert natürlich, bis das Immunsystem die alle kennt. Nur wenn Ihr Kind immer wieder unter schweren, speziell auch bakteriellen Infektionen leidet und sich schlecht davon erholt, sollten Sie mit Ihrem Kinderarzt sprechen. Er wird dann schauen, ob nicht vielleicht doch eine Störung der Immunabwehr vorliegen könnte. Mit 6 – 7 Jahren, also wenn das Kind in die Schule kommt, ist der Spuk dann zum Glück meist vorbei.

Übrigens, mit der „Kälte“ selber hat eine Erkältung gar nichts zu tun. Die Viren haben nur im Winter, wenn die Kinder viel drinnen sind und sich auf engem Raum bewegen, ein viel leichteres Spiel und können sich bestens vermehren. Also, nichts wie raus, solange es trocken ist !

 

Hat das auch was Gutes ?

Klar, das Immunsystem trainiert. Und wer viel trainiert, wird einmal ein großer Meister. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass Kinder, die sehr viele Infekte durchgemacht haben, später seltener an gefährlichen Krebsarten wie Leukämie erkranken.

 

Was kann ich vorbeugend tun?

 

Regelmäßig Händewaschen !

Händewaschen – ganz normal mit warmem Wasser und Seife – beseitigt schon die meisten Viren, die gerne über diesen Weg an die Schleimhäute gelangen. Ein Desinfektionsmittel ist unnötig.

 

Nicht zu warm anziehen !

Besser ist der „Zwiebel-Look“, also mehrere dünne Schichten. Sonst schwitzt Ihr Kind, kühlt aus und das vermindert die Immunabwehr.

 

Viel raus an die frische Luft !

Kinder, die viel draußen sind, werden seltener krank als Stubenhocker!

 

Abhärten nach Pfarrer-Kneipp !

Nach der warmen Badewanne kann man den Kindern kurz Arme und Beine kalt abduschen. Aber nur, wenn sie das selber wollen! Ältere Kinder dürfen auch schon mit in die Sauna, wenn sie nicht zu heiß ist. Auch Wassertreten in einer handbreit mit kaltem Wasser gefüllten Wanne macht Spaß. Ganz Mutige können auch mal vor dem Zubettgehen rasch durch das nasse Gras oder gar den Schnee im Garten rennen.

 

Impfen gegen gefährliche Erreger !

Bei jeder Impfung übt das Immunsystem wie bei einer wirklich durchgemachten Krankheit. Deshalb sollten Kinder vor allem gegen gefährliche Erreger wie Hib, Pneumokokken oder Meningokokken geimpft werden. Gegen normale Erkältungsviren kann man nicht impfen, aber die sind ja zum Glück auch harmlos. Das Impfen ist aber eine Angelegenheit, die jeder für sich entscheiden muss, ob er sein Kind impfen lässt oder nicht.

 

Wunden feucht und bedeckt halten

An der frischen Luft heilt eine Wunde am schnellsten – diese weit verbreitete Annahme vieler Eltern und Großeltern gilt heutzutage als veraltet und wird als Ammenmärchen eingestuft. Demnach ist es falsch zu glauben, eine Wunde müsse trocknen. Im Gegenteil: Verschiedene Studien kamen zu dem Ergebnis, dass feuchte und bedeckt gehaltene Wunden schneller heilen. In der feuchten Stelle könnten sich heilende Enzyme und Hormone frei bewegen und wirken. Außerdem reduzieren sich die Entzündungszellen deutlich schneller, als bei Luftzufuhr. Aus diesem Grund sollten beispielsweise auch Blasen, etwa am Fuß oder Brandblasen ebenfalls nicht geöffnet werden. Früher glaubte man zudem, die Infektionsgefahr bei einer feuchten Wunde wäre höher, diese Befürchtung ist nach aktuellem Stand genauso widerlegt.

Ist der Sohn oder die Tochter mal gestürzt und hat sich eine Wunde zugezogen, so werden die Eltern ihren Nachwuchs natürlich umgehend trösten, eine eventuelle Blutung vorsichtig stoppen und die Wunde säubern. Anschließend sollte man bei größeren Verletzungen natürlich umgehend einen Arzt aufsuchen. Auch kleinere Wunde sollten mindestens fünf Tage lang feucht und bedeckt gehalten werden. Nach einiger Zeit bildet sich auf der Wunde ein erster härterer Schorf, der einerseits zwar vor Schmutz schützt, andererseits aber die Heilung behindert und Narben fördert. Denn die Kruste dient als Barriere, neue Haut wird am Wachstum gehindert. Wenn möglich sollte deshalb, so die aktuellen Erkenntnisse, der Schorf besser entfernt werden.

Quelle: www.rund-ums-baby.de

 

Töpfchentraining: Neugier der Kleinen unterstützen

Die meisten Eltern können es kaum erwarten, dass sie ihren Nachwuchs nicht mehr zu wickeln brauchen. Doch bis die Kleinen ihre Ausscheidungen selbst kontrollieren und ein Töpfchen nutzen, kann es einige Zeit dauern. „Zwischen dem zweiten und dritten Geburtstag entwickeln Kinder eine natürliche Neugier für ihre Ausscheidungen“, erklärt Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Eltern sollten dann auf das Interesse eingehen und den Sohn oder die Tochter beispielsweise für den Windelinhalt loben. Zeigt der Kleine oder die Kleine auf die volle Windel, könnte man sagen: „Toll, was du da gemacht hast“, so der Vorschlag des Experten.

Erkundet das Kind schließlich immer mehr seine Umgebung und versteht auch zunehmend die Erklärungen, so können Eltern mit einem Töpfchentraining beginnen. Dabei tauchen bei den Sprösslingen möglicherweise einige Fragen auf, beispielsweise warum sie keine Windel mehr tragen sollen. Darauf könnten die Eltern antworten: „Du bist jetzt schon groß, du brauchst keine Windel mehr“ oder „Das ist viel angenehmer für deine Haut!“ Speziell beim Sauberwerden ist es hilfreich, das erwünschte Verhalten zu loben – jedoch darf man keinen Druck ausüben. Auch wenn mal etwas in die Hose geht, sind Ermahnungen nicht angebracht. Die Kleinen können ihre Ausscheidungen dann einfach noch nicht kontrollieren, dies ist abhängig von Alter und Entwicklungsstand. Im Alter von drei Jahren gelingt es schon einem großen Teil der Kinder tagsüber sauber zu werden.

Quelle: www.rund-ums-baby.de

 

Trocken werden in der Nacht dauert länger

Kinder, die tagsüber bereits trocken sind, schaffen dies nachts meistens noch nicht, da sich die nächtliche Kontrolle über Blase und Darm etwas langsamer entwickelt. Wie das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erläutert, sei es kein Grund zur Sorge, wenn es noch dauert bis Mädchen und Jungen im Schlaf merken, dass sie auf die Toilette müssen.

Etwa acht von zehn Kindern haben bis zu einem Alter von fünf Jahren auch in der Nacht die Kontrolle über Darm und Blase. Allerdings sollte erst auf die Windel verzichtet werden, wenn die Kinder es mehrere Nächte hintereinander schaffen trocken zu bleiben. Klappt es nur gelegentlich einmal, sollte zur Sicherheit nachts weiterhin eine Windel angezogen werden.

Quelle: www.rund-ums-baby.de