Was wir gerne...

Was wir gerne machen

Diesen Bericht habe ich einmal versucht aus der Sicht eines unserer Kinder zu schreiben.

Aus Beobachtungen, die ich immer wieder mache, habe ich versucht, einige Erkenntnisse in einen lustigen Text zu verpacken!

 

Was wir gerne machen oder was die Mama’s denken, dass wir es gerne machen!

Wenn ich mit Mama in der Gruppe ankomme, ist Bianka immer schon da. Hmmmm…. Ob die da wohnt ???

Wir ziehen als erstes Jacke und Schuhe aus und die Hausschuhe an! Das muss sein sagt Mama, weil sonst die Spielteppiche dreckig werden. Kann man doch mit dem Staubsauger wieder wegmachen! Dann kommen auch die anderen Kinder mit ihren Mamas und es wird immer lauter. Aber nicht nur, weil wir Kinder lachen und toben, sondern meistens, weil die Mamas sich so viel zu erzählen haben. Wenn dann alle fertig umgezogen sind, müssen wir uns immer alle in den Kreis auf den Teppichen setzen und wir fangen an zu singen. „Hallo, Hallo, schön, dass ihr da seid…..!“

 

Ich unternehme einen ersten Fluchtversuch in Richtung Spieleregal! Mist, Mama war schneller und hat mich wieder zu sich auf den Schoß gezogen! So, jetzt sind Mama und ich begrüßt worden und ich habe keine Lust mehr hier zu sitzen. Zeit, meinen nächsten Fluchtversuch umzusetzen. Ab ins Bällchenzelt……auch gescheitert! Mama ist einfach zu schnell.
Oh……Bianka hat mich gefragt, was ich gerne singen möchte! Da bleibe ich doch noch einen Moment hier, weil ich so gerne:

•   Aramsamsam (erst langsam und dann ganz schnell)
•   Zehn kleine Zappelmänner
•   Die Fröschelein
•   Das Krokodil vom Nil
•   Ein Kamel reitet durch den Wüstensand
•   Das Lied über mich

singe.

 

Zum Abschluss des Singkreises darf ein Kind mit seiner Mama anfangen um die Gruppe herumzugehen, rennen ist aber viel schöner und wir singen „Klingelingeling die Post ist da“ am Ende der Strophe darf sich das Kind ein anderes aussuchen, dass dann auch mit seiner Mama mitrennen darf. So geht es weiter, bis alle Kinder und Mamas endlich aufgestanden sind und mitgehen.

 

Danach hat Bianka immer irgendwas für uns dabei. Meistens ist das ja auch schön, aber gerade heute möchte ich so gerne mit den Autos und dem Parkhaus spielen oder ins Bällchenzelt oder ein Buch gucken…

 

Das haben wir in den letzten Wochen und Monaten alles gemacht:

•   Mit Fingerfarben gemalt und gematscht
•   Rasseln gebastelt
•   Mit Holzbuntstiften gemalt
•   Mit selbstgemachter Knete gespielt
•   Mit Luftballons geturnt und gespielt
•   Einen Bewegungsparcours erforscht (mit Musik, zu der man auch schön tanzen kann)
•   Zum Herbstanfang haben wir in der Natur Herbstboten gesammelt und eine Collage geklebt
•   Zu Sankt Martin haben wir Tischlaternen gebastelt
•   Zu Weihnachten haben wir Plätzchen gebacken
•   Zu Fastnacht haben wir einen Clown mit einer dicken roten „Knüddelchen“ Nase beklebt
•   Neue Lieder kennengelernt (z.B. eines mit Tierstimmen und eines, zu dem jedes Kind/jede Mama sich eine Bewegung aussuchen/überlegen sollte

 

Wenn wir dann eine Ewigkeit irgendwas  entdeckt, gebastelt,  gelernt und geschafft haben, wird endlich das Spielzeugregal aufgemacht und wir dürfen machen wozu wir Lust haben. Die Mama ist dann meistens mit den anderen Mamas am Erzählen. Dabei fällt immer wieder mein Name! Echt schlimm…. Jetzt erzählt Mama wieder, was ich alles so anstelle oder was ich wieder für einen Spruch abgelassen habe. Naja, wenn’s den Mamas Spaß macht gemeinsam über diese Geschichtchen zu lachen…! Ich gehe jetzt mal im Bällchenzelt toben, da ist ganz schön was los.

 

Wenn wir dann gerade so richtig schön am Spielen sind, fängt Bianka an „1,2,3 das Spielen ist vorbei“ zu singen. Gar nicht gut. Sie versuchen uns dann mit irgendwas zu locken. `Komm, wir singen doch gleich noch was Schönes und der Papa wartet doch zuhause schon auf uns…` Mir doch egal! Ich möchte nicht aufräumen. Aber die Großen gewinnen ja immer!

 

Ok, dann singen wir noch und spielen ein paar Kreisspiele. Ich darf mir ein Lied oder Spiel aussuchen. Was nehme ich nur?

•   Der Apfelbaum
•   Ein kleines graues Eselchen
•   Bingo
•   Die Ziehharmonika
•   Die Uhr
•   Die Mühle

 

Bevor wir uns anziehen müssen und alle nach Hause gehen wird noch „Alle Leut‘“ gesungen und dann heisst es Tschüss bis nächste Woche! Noch nicht ganz. Bis ich mit Mama endgültig den Raum verlassen kann nutze ich schnell nochmal die Möglichkeit zur Flucht, ich räume das ganze Bücherregal aus verschwinde schnell im Bällchenzelt. Bei dem ganzen Gewusel fällt es zuerst auch nicht auf, aber irgendwann wird Mama dann doch sauer und fängt mich unter wildem Gestrampel und Protest ein. Na gut, gehen wir eben heim. Da finde ich sicher auch noch etwas was ich anstellen kann !